Genre:  Drama
Bewertung:  9/10


Ein bewegender Film voller Emotionen! Dem Zuschauer wird es durch eine gute Erzählweise erlaubt, sich in die Gefühlswelt der Personen hineinzuversetzen.

Der Erzähler der Geschichte ist der Tod. Durch ihn wird die Handlung erst so richtig packend, mitreißend, aber auch philosophisch. Er erzählt historisches auf eine ganz verblüffende Art und Weise und verbindet so Geschichte mit Schicksalen.

Die wichtigste Frage in dem Film ist, was der Tod in dieser Welt eigentlich zu tun hat. Ist er der rachsüchtige Sensenmann oder eine Macht, der es eigentlich zuwider ist, dass Menschen sterben müssen. Der Satz „Ich bin von Menschen verfolgt“ beschreibt eine tiefe Abneigung seiner „Bestimmung“ und bringt die Sehnsucht zum Ausdruck, dass wir Menschen aufhören sollen, uns gegenseitig umzubringen. „Was in der Bücherdiebin fehlt, ist der Schritt zur Überwindung des Todes. Die wirkliche Hoffnung, dass das Leben nach dem Tod weitergeht, das nicht alles im Dunklen endet.“ (Ein stiller Beobachter – der Tod in der „Bücherdiebin“)

Der Film verbindet auch Freundschaft, Vertrauen, Liebe und Mut miteinander und zeigt auf, dass jeder Mensch eine Bestimmung hat, die es lohnt herauszufinden und auszuleben.

Obwohl der Film am Anfang etwas langatmig ist, ist es ein überaus interessanter Streifen, der durch gute (auch deutsche) Schauspieler bereichert wird und so einen spannenden und diskussionsreichen Abend garantiert.


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